Online-Bildbearbeitung – gratis. Und praktisch.

Gastbeitrag von Sandro Bertschinger, Hostpoint.

Fotoprofis sind sich einig: über ihrem Adobe Photoshop kommt gar nichts. Dem kann niemand das Wasser reichen. Nur ist die Vollversion für den Privatanwender leider fast unerschwinglich. Andere schwören auf die kostenlose Alternative GIMP. Ursprünglich als Linux-Anwendung entwickelt, kann sie fast gleich viel und hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr mächtigen und ebenfalls recht komfortablen, vielseitigen und intuitiv bedienbaren Alternative entwickelt, die auch für alle Betriebssysteme erhältlich ist. Wer nach weiteren, gleichfalls praktischen wie günstigen Alternativen sucht, sollte jetzt weiterlesen. Wir haben die besten Online-Bildbearbeitungsprogramme für Sie unter die Lupe genommen.

Kostenlos und ohne Programm-Download: Online-Bildbearbeitung

Das Netz ist voll von zum Teil sehr brauchbaren und für den Hausgebrauch richtig guten Bildbearbeitungsprogrammen. Der grosse Vorteil: Die Festplatte wird nicht durch umfangreiche Programme belastet, und man kann überall, wo man Internet-Anschluss hat, gleich mit dem Optimieren seiner Bilder loslegen. Einige dieser Programme können aber laut verschiedenen Testern zu echten Bandbreitenfressern werden. Und: Leider ist nur ein Teil davon iPad-tauglich. Denn die meisten basieren auf Flash, das bekanntlich von iOS nicht unterstützt wird.
Ein paar Beispiele haben wir uns näher angeschaut. Freund Google wird dir noch viel mehr Vorschläge machen können!

Photoshop Express Editor
Man merkt, hinter Photoshop Express Editor stecken die Profis von Adobe. Zwar bietet Photoshop Express nicht so viele Möglichkeiten wie andere Online-Programme (schliesslich soll sich die Photoshop-Vollversion ja auch noch verkaufen), dafür ist die Bedienung einfach und selbsterklärend. Weissabgleich, Korrektur von Belichtung, Farbsättigung oder Schärfe, das «Highlighten» einer einzelnen Farbe: Es ist schon einiges möglich. Fazit: saubere Sache. Für die alltäglichen Ansprüche durchaus genügend.

ipiccy
Auf ipiccy wird’s bereits echt komfortabel und vielseitig. Verschiedene Filter stehen zur Auswahl, viele Effekte und Möglichkeiten zum Feintuning des Bilds, Strichumsetzung und so weiter: Damit macht die Bildbearbeitung richtig Freude – trotz der (und das ist aus meiner Sicht ein echter Minuspunkt) nicht besonders «anmächeligen» (also, “reizende”) Gestaltung der Benutzeroberfläche. Aber das ist, wie wir auf dem Schweizer Land sagen, auch einfach «Gschmacksach wie’s Güllefüere».

bildbearbeitung_fotoflexer

fotoflexer
fotoflexer behauptet von sich, der «most advanced online image editor» zu sein. Und tatsächlich bietet er ein paar Features, die andere nicht haben: zum Beispiel die Möglichkeit, mit Layern zu arbeiten, Bilder zu verziehen, Effekte wie beispielsweise Morphing einzusetzen (gewisse Funktionen sind allerdings ziemlich langsam) oder direkt ins Foto hinein zu zeichnen … Wer vor allem Vielseitigkeit sucht (und bereit ist, dafür auch eine gewisse Unhandlichkeit in Kauf zu nehmen), ist mit dem fotoflexer recht gut bedient.

fotor
fotor ist sehr einfach und sehr intuitiv zu bedienen. Alle wichtigen Bearbeitungstools sind dabei, inklusive HDR-Fotos, dazu verschiedene Rahmen, Ornamente und grafische Elemente wie Blumen, Geschenkpakete oder Sprechblasen zum Einfügen, dazu eine Textfunktion – und so weiter und so fort. Und natürlich gibt es auch Exportfunktionen für soziale Netze: Facebook, Picasa, Tumblr, Twitter und viele mehr. Hübsch gemacht und stark in der Funktion.

picture2life
Auf picture2life findest du ein schön gemachtes Online-Tool mit allen nötigen Funktionen für das Editieren von Fotos. Aber auch viele Effekte sind dabei – und als Highlight ein Werkzeug zur Herstellung von Fotocollagen mit unendlich vielen Stilvorlagen und Layouts. Ein zweites «Schmankerl» ist die Möglichkeit, einfache animierte Bilder zu generieren (animated gifs). Natürlich gibt es auch hier die bekannten Social-Media-Exportmöglichkeiten.

bildbearbeitung_pixlr

pixlr
pixlr ist einer meiner Favoriten. Die Website ist wirklich schön aufgemacht, übersichtlich und funktional. Auf pixlr gibt es mehrere Möglichkeiten, mehr aus seinen Fotos zu machen. Schon fast ein Konkurrent für Photoshop und Konsorten ist der pixlr Editor: Arbeit mit Ebenen, viele Filter, alle Arten der Bildkorrektur. Da ist praktisch alles dabei, was man braucht, um seine Fotos aufzuhübschen und zu bearbeiten. Wer nicht so viel Freude hat am etwas ältlichen Stil von pixlr Editor, geht auf pixlr Express: So tritt ein modernes, einfaches Fotobearbeitungsprogramm auf! Und für Freunde von Fertig-Retro-Effekten (à la Hipstamatic) gibt es Pixlr-o-matic. Wer pixlr auf seinem Handy oder Tablet benutzen will, kann den Editor als kostenlose App herunterladen; auch Pixlr-o-matic ist als App erhältlich.

Aber Schluss jetzt mit Erzählen. Probier die verschiedenen Online-Tools doch gleich selber aus. Und sag uns, welche dir am besten gefallen. Viel Vergnügen!

 

Vielen Dank an unseren Gastautor Sandro Bertschinger von Hostpoint für diesen Artikel. Sandro Bertschinger ist Mitbesitzer und verantwortlich für Finanzen und Marketing beim Schweizer Provider Hostpoint, der mit dem Produkt “Sites” einen der besten Homepage-Baukästen anbietet. Kein Wunder, dass die Macher von Sites auch die besten Tipps zum Beispiel für die Bildbearbeitung parat haben (und wir freuen uns auf weitere Gastbeiträge in den kommenden Wochen). Dabei fand Sandro Bertschinger Computer anfangs eher nicht so spannend, ein Amiga 500 als “Game-Machine” war lange der einzige Höhepunkt. Als aber das Internet aufkam und man entsprechend “coole” Webseiten machen konnte, rückte das Thema Computer schon eher in den Mittelpunkt. Per Zufall kreuzte dann 2001 die Internetfirma Hostpoint seinen Weg.