Domains: Welche Domain-Endungen für Ihre Website wirklich wichtig sind

Eine Internetadresse ist Ihre Visitenkarte im Internet, die von Ihren Kunden oder Interessenten schnell gefunden und gerne immer wieder aufgerufen werden soll. Der erste Schritt dorthin ist die sorgfältige Wahl der passenden Domain in Kombination mit dem Namen der Website. Beides steht als Markenzeichen Ihrer Seite im Internet und muss deshalb gut überlegt sein. Lesen Sie hier, auf welche Stolperfallen Sie bei der Wahl der richtigen Domain-Endung unbedingt beachten sollten.

Die Qual der Wahl: Erste Infos zur Domain-Endung

Service Provider bieten ihren Kunden eine große Bandbreite an generischen und länderspezifischen Top-Level-Domains von .com und .de bis .tv oder .co.uk. Aber nicht jede Endung eignet sich gleichermaßen für die verschiedenen Zwecke. Abhängig davon, ob Sie ein neues Unternehmen etablieren, ein junges modernes Label einführen oder einen örtlichen Verein vertreten möchten, sollten Sie auch die Domain-Endung entsprechend wählen.

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Auf unserer Website können Sie direkt nachsehen, ob Ihre Wunschdomain inklusive Endung noch frei ist. Die wichtigsten Endungen haben wir direkt in die Suche integriert.

 

Global Business: Die Endung fürs Geschäftliche

Für geschäftlichen Content steht immer noch die Endung .com mit an vorderster Stelle. Viele Unternehmen nutzen Sie, um internationale Geschäftsbeziehungen und eine globale Reichweite auszudrücken. .com eignet sich dafür, eine englisch- oder mehrsprachige Website zu betreiben, die für Kunden länderübergreifend von Interesse ist. Alternativ können Firmeninhaber für diese Zwecke auf die Endungen .net, .eu, .org oder .info ausweichen. Für eine seriöse Website ist eine dieser angesehen TLD von großem Vorteil.

Stützt sich Ihr Geschäftsbereich ausschließlich auf Deutschland oder deutschsprachige Kunden, ist eine .de-Domain selbstverständlich die einzig richtige Wahl. Sie strahlt hierzulande großes Vertrauen aus und ist für ein lokal oder regional begrenztes Business der weltweiten .com-Domain durchaus vorzuziehen, wenn die gewünschte Adresse noch frei ist. Wer seine Geschäfte nur in ausgewählten Ländern betreibt hat die Möglichkeit, den Website-Namen nur mit diesen Länderkürzeln zu ergänzen. Die Seite ist dann in der jeweiligen Landessprache beispielsweise unter firma.de, firma.it, firma.fr und firma.es erreichbar. Vermeiden sollten Sie Third-Level-Domains wie .de.vu, da sie von Kunden selten als vertrauenswürdig eingeschätzt werden. Eine Ausnahme bildet hier natürlich die britische Domain.co.uk, die so für Neuregistrierungen vorgegeben wird.

2013 wurden 700 neue Domain-Endungen eingeführt, die aus beschreibenden Begriffen bestehen und deshalb auch neue gTLD (generische Top-Level-Domains) genannt werden. Für bestimmte Geschäftszweige und Themen sind nun Endungen wie .web, .online, .shop, .sport, .music, .design, .nrw, .berlin oder .hotel und viele weitere möglich. Während diese Endungen noch neu und damit in ihrer Reichweite und Resonanz bei Kunden unerprobt sind, haben sie einen anderen großen Vorteil. Sie erlauben die Kombination des Firmennamens direkt mit einer Sparte oder Region/Stadt und lassen sich damit von Internetnutzern von vornherein thematisch zuordnen.

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Beim Internetanbieter 1&1 können Sie die über 700 neuen Endungen bereits vorbestellen. (Quelle: 1und1.de)

Online-Shop: Keine Experimente beim Verkauf

Kunden von Online-Shops benötigen ein Gefühl des Vertrauens, um tatsächlich zu kaufen. Deshalb sind bei der Domain-Endung von Shops keine Experimente erlaubt. Wählen Sie für Ihren Online-Verkauf am besten die länderspezifische Endung Ihrer Zielgruppe wie .de oder .co.uk, um eine besondere Nähe zum Kunden auszudrücken. Generische Endungen wie .com sind ebenfalls in Ordnung, wenn der Shop einem internationalen Anspruch gerecht werden möchte, zum Beispiel wie bei amazon.com.  Von kreativen Domain-Kombinationen oder unbekannten Länderdomains ist bei Shops eher abzuraten.

Kreative Ideen und Hobbies

Domain-Endungen können auch als Teil des Markennamen stehen oder durch kreatives Zusammensetzen zum Wortende eines Domain-Namens gehören. Mit länderspezifischen  Endungen wie .me (Montenegro) oder .tv (Tuvalu) sind also je nach Thema oder Business durchaus passende Domains möglich. Auch mit den weiteren der über 200 länderspezifischen Domain-Endungen von .co für Kolumbien über .hu für Ungarn und .pa für Panama haben Sie alle Freiheiten. Soll die Homepage eher als Hobby-Blog oder für private Zwecke dienen, haben Sie mit Einfällen wie blog.it, das-phant.om oder familie-misch.ke sicherlich die Lacher auf Ihrer Seite.

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Auf einer Weltkarte von united domains sind alle länderspezifischen Domains in ihrem Bestimmungsgebiet eingezeichnet. (Quelle: domain-karte.de)

.biz – .org – .eu: Nur für bestimmte Zwecke

Die Endung .biz steht für „business“. Sie wurde eingeführt, um speziell Unternehmen aufgrund schnell schrumpfender .com-Kombinationsmöglichkeiten eine neue Alternative zu geben. In der Praxis erhält sie allerdings eher selten den Vorzug vor .com oder den Länderdomains und ist weit weniger bekannt.

Mit .org wurden anfangs vorrangig Organisationen und Vereine angesprochen. Die Domain wird ebenfalls von großen öffentlichen Projekten und Software-Angeboten genutzt. Sie gehört zu einer der ersten generischen TLD und ist für jeden frei registrier bar. Im Zusammenhang mit nichtkommerziellen Inhalten ist sie eine besonders gute Wahl, die weltweit vielfach registriert wird.

Die länderspezifische Domain für die Europäische Union lautet .eu und ist mit einem Alter von 8 Jahren noch recht jung. Diese Domain steht jedem frei, der einen Wohnsitz oder für Firmen, die eine Niederlassung, in einem der Mitgliedsstaaten haben (also z.B. nicht in der Schweiz oder Lichtenstein). Für Firmen und Vereine mit länderübergreifenden Tätigkeiten in der EU eine gute Alternative zu .com.

Fazit: Letzte Tipps für die Entscheidung

Wenn Sie Ihren Kunden eine deutschsprachige Seite bereitstellen, ist eine der Endungen .de, .at oder .ch durchaus sinnvoll. Sie suggerieren den Internetnutzern bereits beim Aufruf der Seite, dass hier deutscher Inhalt zu erwarten ist. Für viele Seitenbetreiber aus Deutschland ist .de deshalb weiterhin die erste Wahl.

Die Wahl des Domain-Namens ist der Wahl der Domainendung im Übrigen generell überzuordnen. Verzichten Sie nicht auf einen markenstärkenden oder besonders prägnanten Namen für Ihre Website, nur weil er in der gewünschten Domain-Endung nicht mehr verfügbar ist. In diesem Fall sollten Sie auf die zweit- oder drittbeste Option ausweichen.

Einen allzu großen Einfluss auf das SEO-Ranking eurer Website bei Google hat die Wahl der Domain-Endung nach Meinung der meisten SEO-Experten übrigens nicht. Zwar stuft Google .com, .de, .net, und andere weltweit sehr verbreitete Endungen vermutlich als vertrauenswürdiger ein und rankt sie etwas höher, aber für Betreiber, die bereits mit Ihrem Namen oder Inhalten gut ranken, spielt die Endung kaum eine Rolle.